Mein Freund Pax von Sara Pennypacker

Titel: Mein Freund Pax

Autor: Sara Pennypacker

Übersetzer: Birgitt Kollmann

Illustrator: Jonathan Klassen

Seitenanzahl: 304 S.

Verlag: Fischer Sauerländer

Erscheinungsdatum: 15. März 2017

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-7373-5230-7

Preis: 16,99 €

Originaltitel: Pax

Einzelband

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Inhalt

Peter hat den Fuchswelpen Pax vor dem sicheren Tod gerettet und aufgezogen – seitdem sind die beiden unzertrennlich. Peter und Pax verstehen sich ohne Worte, und nur zusammen fühlen sie sich ganz. Aber dann kommt der Krieg und reißt die beiden auseinander. Zwischen ihnen liegen Hunderte von Kilometern und warten tausend Gefahren, doch von ihrer Sehnsucht getrieben, kennen die beiden nur einen Gedanken: den anderen wiederzufinden…

Sara Pennypacker und Jon Klassen haben eine berührend-poetische Freundschaftsgeschichte geschaffen, die gleichzeitig ein Plädoyer für Menschlichkeit in Zeiten des Krieges ist.

Meine Meinung

Mein Freund Pax ist vorallem eines: eine anrührende Geschichte. Es handelt von einer Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Fuchs in einer schweren Zeit. Einer Zeit, in der Freundschaft, Menschlichkeit, Mitgefühl und Liebe selten anzutreffen ist: Krieg.
Und doch, dort wo alles verloren scheint, beweist wieder mal die Hoffnung, dass sie alles ist, was wir haben und dass man niemals aufgeben soll an das Gute und Wahre zu glauben.
So auch Peter und Pax, sie sind bereit alles füreinander zu geben und sich wiederzufinden, nach dem sie so plötzlich auseinander gerissen wurden.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Peter und Pax erzählt. Sara Pennypacker gelingt es sehr gut, dem Leser ein Bild von beiden zu machen und vor allem auch sich in den Fuchs Pax hineinzufinden, was vom Schreiben her bestimmt schon eine Leistung ist, die Gedanken und Instikte eines Tieres schriftlich darzustellen.
Sowohl Peter als auch Pax begegnen auf ihrem Weg andere Leidensgenossen (ich nutze das Wort hier mit Absicht, denn alle leiden unter dem Krieg), die sie auf ihre Suche zueinander unterstützen. Vola, die verschrobene allein lebende Frau, die eine Verbündete und Stütze für Peter wird, hat mir sehr gut gefallen. Die Dialoge zwischen ihr und Peter haben mich oft innehalten lassen und zum Nachdenken angeregt. Auch sie bekommt einen hoffnungsvollen Ausgang in ihrer Geschichte.
Pax bekommt sogar eine neue Familie und lernt sich in der Wildnis zu Recht zu finden.
Beide Figuren geben so viel für ihre Freundschaft und Liebe zueinander trotz ihrer großen Unterschiede. Sie sind zwei und nicht zwei.
Die Geschichte lehrt, dass wir mehr Liebe und Mitgefühl füreinander haben sollen und dass es sich dafür zu kämpfen lohnt. Heutzutage geht das immer mehr verloren. Krieg zerstört so vieles und doch begegnet man genau in solchen Geschichten der meisten Menschlichkeit und Wärme, da sie in dem großen Kontrastverhältnis zum Krieg stehen. Aber muss es wirklich so weit kommen, damit wieder das Gute in die Welt und den Menschen einkehrt?

Fazit

Pax und Peter führen eine wunderbare Freundschaft, deren Verlauf ich gerne gefolgt bin. Stellenweise war mir die Handlung leider etwas zu lahm. Aber Mein Freund Pax hat mich insgesamt sehr nachdenklich zurückgelassen und ich bin mir sicher es wird noch länger in mir nachhallen, denn die Botschaft lautet: Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt ist der Weg, nicht Krieg und gegenseitige Zerstörung.

Pax bekommt von mir 4 Buchbäume!

 

 

 

Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag

für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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[Rezension] Weltenriss – die Karten der verlorenen Zeit von S. E. Grove

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Titel: Weltenriss (Die Karten der verlorenen Zeit #1)

Autor: S. E. Grove

Übersetzer: Christian Dreller

Seitenanzahl: 576 S.

Verlag: FJB Verlag

Erscheinungsdatum: 22. September 2016

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3841422217

Preis: 18,99 €

Originaltitel: The Glass Sentence – The Mapmakers Trilogy

Band 1 von 3

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Cover
Das Cover ist total toll! Ich liebe es! Es passt zur Geshichte und ist echt hübsch! Auch die Aufmachung im Buch ist super, vorallem die Karten vorne an.

Handlung
Weltenriss – die Karten der verlorenen Zeit ist ein Mix aus Abenteuer- und Fantasyroman. Erst dachte ich, dass es auch ein Middle Grade Roman ist, dafür empfand ich aber die Schreibweise und die verschiedenen fremden Begrifflichkeiten zu schwer für die Altersgruppe 10-12 Jahre.
Zum Einstieg in die Geschichte bekam ich erstmal viel Info-Dumping: Unsere Welt gibt es nicht mehr, so wie wir sie kennen, denn im Jahr 1799 passiert etwas unglaubliches: die große Disruption bricht an, die Kontinente befinden sich plötzlich alle in unterschiedlichen Zeitaltern wieder. Das eine Land beherbergt wieder Piraten, in anderen herrschen Seuchen wie im Mittelalter oder es gibt schneebedeckte Wüsten, in dem nichts mehr vom menschlichen Leben zeugt. Die Hauptprotagonistin und ihr Onkel Shadrack leben in Boston, dessen Bundesstaat sich jetzt Neu-Okzident nennt und in dem gerade der Beschluss gefasst wird, alle Grenzen zu den anderen Zeitaltern zu schließen. Das passt Sophia und ihrem Onkel nicht, sind doch Sophias Eltern vor Jahren in die Welt aufgebrochen und nicht wieder zurückgekehrt. Sie entscheiden sich, die beiden noch vor der endgültigen Grenzschließung zu suchen. Doch dann wird Shadrack entführt und Sophia muss sich zusammen mit ihrem neuen Freund Theo und einer geheimnisvollen Karte auf die Suche nach ihm machen. Ein großes Abenteuer mit viel Magie beginnt.

Ich kann Frau Grove für ihren Ideenreichtum nur beglückwünschen. Die Autorin hat hier eine ganz neue Welt geschaffen und es hat mir echt Spaß gemacht diese gemeinsam mit Sophia zu erkunden. Besonders gemocht habe ich die Idee mit den Karten, die durch Berührung die Erinnerung von Menschen, die schon einmal an diesem Ort waren, visionieren konnten. Auch die fliegenden Schiffe, halb Schiff, halb Heißluftballon, die sogenannten Boldevelda und die vermeintlichen Feinde, die Lachrima, haben mich fasziniert. Einziges Manko für mich war die Länge des Buches, es hat sich manchmal doch etwas gezogen und die einzelnen Textauszüge, die vor jedem Kapitel standen und einen noch mehr über die Welt verraten sollten. Für mich war das ein bisschen zu viel Infos und ich musste mich da häufig echt zwingen, das Textfragment überhaupt zu lesen.

Charaktere
Sophia war eine angenehme Protagonistin. Sie ist gelegentlich etwas stur und hat definitiv ihren eigenen Kopf, gleichzeitig ist sie aber auch clever und hat ein Herz für ihre Mitmenschen und -wesen. Mir war sie durchweg sympathisch.
Theo hat mir auch gefallen. Er ist zwar ein frecher Kerl, aber wie er sich um Sophia kümmert, war echt lieb und ich finde, die beiden bilden ein tolles Paar. Könnte mir bei Ihnen sogar mehr als Freundschaft vorstellen.
Einige Kapitel sind auch aus Shadracks Sicht während seiner Entführung geschildert. Er ist ein guter Kartologe und ein noch besserer Onkel für Sophia, der sie großgezogen hat, als ihre Eltern nicht mehr zurückkamen. Mir tat er während der Entführung oft Leid, seine Fluchtversuche gestalteten sich schwieriger als gedacht. Umso glücklicher war ich, als Sophia und er sich in der 3. Hälfte des Buches endlich wiedersahen.
Ferner sind da noch sämtliche Nebencharaktere, wie eine Piratenbande und ein paar Palastbewohner, die ich einfach nicht unerwähnt lassen kann, da sie mir alle ans Herz gewachsen sind. Besonders Calixta und Burr, das Piratengeschwisterpaar, die Sophia und Theo auf ihrer Reise tatkräftig unterstützen.

Schreibstil
Den Schreibstil empfand ich als angepasst an die Welt, etwas altmodischer, spielt die Handlung doch im 19. Jahrhundert und die Sätze sind recht lang gehalten. Nach den ersten Kapiteln bin ich damit aber gut zu Recht gekommen.

Fazit
Weltenriss sprüht vor Fantasie und hat tolle Charaktere zu bieten. Wer sich auf eine Abenteuerreise mit fliegenden Schiffen, Räubern, Piraten und unbekannten Wesen begeben will, kommt mit Weltenriss – die Karten der verlorenen Zeit voll auf seine Kosten. Ich für meinen Teil freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung und die neuen Entdeckungen, die ich in dieser Welt noch sammeln werde.

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Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag

fjbfür die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

[Rezension] Das Juwel – die weisse Rose von Amy Ewing

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Titel: Die weisse Rose (das Juwel #2)

Autor: Amy Ewing

Übersetzer: Andrea Fischer

Seitenanzahl: 400 S.

Verlag: FJB Verlag

Erscheinungsdatum: 25. August 2016

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3841422439

Preis: 16,99 €

Originaltitel: The white rose

Band 2 von 3

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ACHTUNG! Dies ist der zweite Teil einer Reihe, die Rezension kann deswegen SPOILER enthalten!

Cover
Das Cover ist wie das vom ersten Band wieder ein echter Hingucker. Das abgebildete Mädchen, das wahrscheinlich Violet darstellen soll, hat ein Kleid an, dass aussieht wie eine Rose. Die „Tautropfen“ an der Rose kann man sogar fühlen, wenn man übers Cover streicht. Echt schön gestaltet, mir gefällt es sehr!

Handlung
Die Handlung setzt nathlos an dem Ende von Band 1 an. Violet wurde mit Ash zusammen von der Herzogin erwischt. Und das, kurz nachdem Lucien, die männliche Zofe der Herzogin, ihr eigentlich einen Weg zur Flucht verschaffen wollte. Die Herzogin behandelt sie danach natürlich nicht zimperlich und Ash wird gefangen genommen, doch Violet gelingt es mit Hilfe von Garnet, der Sohn der Herzogin und Verbündeter von Lucien, Ash zu befreien und aus dem Juwel zu fliehen. Sie schaffen es sogar Raven, Violets beste Freundin, vor den schlimmen Machenschaften der Gräfin von Stein zu retten und auf ihre Reise in die äußeren Bezirke der einzigen Stadt mitzunehmen. Hier treffen sie auf Menschen, die schon lange einen Sturz des Adels planen und Violet muss erkennen, dass ihre Vergangenheit und ihre Kräfte , sowie die aller anderen Surogate, eine viel größere Bedeutung haben als sie bisher dachte.

Das Juwel – die weiße Rose hebt sich weniger durch seine ausgesprochen spannende oder actionreiche Handlung ab, ich würde sie eher als interessant bezeichnen. Denn viel passiert im 2. Band leider nicht. Da ist die Flucht aus dem Juwel in die Gebiete der Farm, den äußersten Ring der einzigen Stadt, die ohne große Zwischenfälle, mühelos, geradezu einfach klappt und die anschließende beginnende Rüstung der Rebellion gegen das adelige Volk.
Aber ich habe viel über die Magie der Surogate und dem Ursprung der Insel erfahren und die anderen Bezirke der Stadt kennengelernt. Diese beschreibt Amy Ewing auch sehr anschaulich und mir hat es echt Spaß gemacht, diese Kulissen in meinem Kopf entstehen zu lassen. Die Herkunft der Magie der Surogate hat die Autorin mit einer schönen Idee begründet: Die Surogate sind verbunden mit den Elementen der Natur und der Insel und können diese um Hilfe bitten. Der Adel hingegen nutzt die Magie der Surogate aus und somit hat die Autorin sogar ein recht aktuelles Thema, dass auch in unserer Welt existiert, der Ausbeutung der Natur, mit eingeflochten. Das fand ich toll und ist mir so noch nicht in einer Dystopie begegnet. Für mich hat das die etwas arme Handlung wieder aufwiegen können.

Charaktere
Violet ist eine symphatische Protagonistin. Sie ist keine Dramaqueen, sagt aber, wenn ihr etwas nicht passt. Sie kann sich durchsetzen und wächst an ihren Aufgaben. Das einzige, was ich an ihr vielleicht kritisieren könnte, ist, das sie ein fast zu perfekter Hauptcharakter ist. Mir fehlen bei ihr die Schwächen.
Ash ist diesmal etwas präsenter und gefällt mir auch immer mehr, er kämpft für seine Rolle in der Rebellion und für die Anerkennung von seinen Mitmenschen. Violet ist er nach wie vor eine große Stütze und die beiden sind echt süß zusammen.
Lucien, Raven und Garnet sind für Violet und Ash wichtige Verbündete, auch über die drei habe ich mehr in Erfahrung bringen können und ins Herz geschlossen. Sil hingegen, die als neuer Charakter eingeführt wird, kann manchmal ganz schön harsch und unfreundlich werden, doch im Grunde ihres Herzes denke ich, hat auch sie einen weichen Kern.

Schreibstil
Amy Ewings Schreibstil ist flüssig leicht und bildgewaltig. Er konnte mich richtig an die Seiten bannen.

Fazit
Das Juwel – die weiße Rose ist von der Handlung her weniger spannungsgeladen als sein Vorgänger, konnte bei mir aber mit seinen Hintergrundinformationen und tollen individuellen Ideen punkten. Auch die Charaktere sind nach wie vor ein Highlight und am Ende erwartete mich wieder ein so fieser Cliffhänger, dass ich mir Band 3 noch mehr herbeiwünsche, als das letzte Mal den 2. Band!

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Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag

fjbfür die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

[Rezension] Gelöscht

gelöscht

Titel: Gelöscht (Slated #1)

Autor: Teri Terry

Übersetzer: Marion Hertle

Seitenanzahl:432 S.

Verlag: Coppenrath Verlag

Erscheinungsdatum: 1. Juni 2013

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3649611837

Preis: 17,95 €

Originaltitel: Slated

Band 1 von 3

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Cover
Ich finde es ganz ok, der Strich bzw. der Titel durch das Gesicht gezogen, nimmt vorallem Bezug zur Geschichte und so was finde ich immer gut.

Handlung
In Gelöscht geht es um Kyla. Kyla lebt in einer fernen Zeit, in der alle Menschen, die irgendwas schlimmes angestellt haben, geslated werden. Geslated bedeutet ihr Gedächtnis wird gelöscht und ihe Gefühle werden über eine Art Armband, ein sogenanntes Levo, kontrolliert. Wallen die negativen Gefühle wie Wut, Trauer, Angst usw. zu hoch auf, sinkt der Wert des Levo, und desto mehr er sinkt, desto schwächer wird der Träger, dies kann teilweise sogar zum Tod führen.
das Handlungsgeschehen wird aus Kylas Sicht geschildert, die sich zu Beginn in ihrem neuen zu Hause und an der neuen Schule versucht einzuleben. Dabei verliebt sie sich und schließt Freundschaften. Doch im Laufe der Handlung verschwinden immer wieder Personen aus Kylas Bekanntenkreis. Doch wo werden sie hingebracht? Wer sind die Lorder, die die Personen wegbringen? Wem kann Kyla wirklich vertrauen?
Leider habe ich in gelöscht keinen wirklichen Spannungsbogen folgen können. Es passierte im ganzen viel zu wenig, was mich zum weiterlesen bewegt hätte, überwiegend folgte ich dem Alltag von Kyla und ihren Gedanken dazu. Deswegen auch die lange Zeit, die ich für das Buch gebraucht habe. Wirklich gut, wurde es, wie so oft, erst am Ende, aber auch nicht so spannend, dass es mich trotz des langweiligen Vorwegs dazu verleitet, die Fortsetzung zersplittert auch nur anlesen zu wollen.

Charaktere
Kyla war größtenteils ein Charakter, den ich mit unauffällig und neutral beschreiben würde, sympathisch wäre zu viel, das war sie mir nicht, aber sie war auch nicht nervig. Mit Betonung auf war. Insbesondere am Ende, da wo die Handlung dann endlich mal gut war, ging sie mir leider tierisch auf die Nerven mit ihrer Angst und ihrem Zwiespalt, wer ist jetzt gut und wer ist schlecht. Eine Kick-Ass Heldin ist sie nicht. Einerseits ist in ihren Gedanken erkenntlich, dass sie nicht gut heißt, was die Lorder bzw. die Regierung so machen, aber helfen tut sie nicht, sie macht einfach gar nichts, nur die verurteilen, die gegen die Regierung angehen und sich wehren. Klar, ist nicht immer alles schwarz oder weiß, aber warum stellt sie nicht selbst was auf die Beine und wehrt sich? Da konnte ich ihr nicht folgen und ihr Verhalten hat mich gelinde gesagt etwas frustriert.

Ben, Kylas Love-Interest, ist für mich genau der umgekehrte Fall gewesen. Aber leider auch nicht im positiven Sinne. Er verbringt zwar viel Zeit mit Kyla, doch so richtig erkennbar, was er für einen Charakter hat, ist 3/4 der Geschichte für mich nicht eindeutig gewesen. Erst zum Schluss offenbart er ein Charakterzug, den ich wie bei Kyla in umgekehrter Art nicht nachvollziehen konnte. Er entwickelt eine Leichtgläubigkeit und Naivität und wird viel zu unbedarf. Im Gegensatz zu Kyla wehrt er sich wenigstens, meiner Ansicht nach hätte er das aber viel besser und durchdachter planen können.
Also, kurzum, was Kyla zu ängstlich war, war Ben für mich zu unüberlegt.

Fazit
Ich und die Slater-Reihe werden leider nicht mehr Freunde. Ich weiß auch noch nicht, ob ich Book of lies von Teri Terry lesen werde, im Moment ist es ziemlich weit unten auf meiner Wunschliste gerutscht.

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[Kleinholz] Zeugenkussprogramm, Teamwechsel und Tiefe Wellen

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Titel: Zeugenkussprogramm (Kiss & Crime #1)

Autor: Eva Völler

Übersetzer: –

Seitenanzahl: 368 S.

Verlag: One Verlag

Erscheinungsdatum: 13. August 2015

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3846600153

Preis: 14,99 €

Originaltitel: –

Band 1 von ?

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Zeugenkussprogramm war eine schöne Unterhaltung für zwischendurch. In die Charaktere konnte ich mich gut hineinversetzen, insbesondere die Omi war das Highlight mit ihren Diktiergerät und hat für manches Schmunzeln bei mir gesorgt.
Bis jetzt habe ich noch kein Buch gelesen, in dem es um ein Zeugenschutzprogramm ging, war für mich mal eine nette Abwechslung, zwischen den ganzen Fantasyromanen, die ich so lese.
Auch die Liebesgeschichte zwischen Emmy und Pascal hat mir gefallen, wenn das auch alles etwas schnell ging mit den beiden. Kaum gesehen, schon verliebt.
Und Eva Völler kann schreiben. Zeugenkussprogramm ist das erste Buch, welches ich von ihr gelesen habe.
Insgesamt hat mir einzig und allein das Überragende gefehlt, um 5 Buchbäume zu vergeben.

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teamwechsel

Titel: Teamwechsel (Grover Beach Team #1)

Autor: Piper Shelly / Anna Katmore

Übersetzer: –

Seitenanzahl: 228 S.

Verlag: Drachenmond Verlag (neue Auflage!)

Erscheinungsdatum: 1. August 2016

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3959913805

Preis: 12,90 €

Originaltitel: –

Band 1 von 6

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Es gibt Bücher, die kann man so in einem Rutsch weglesen. Und Teamwechsel ist genau so ein Buch. Klar, die geringe Zahl von Seiten und die Schriftgröße haben mit Sicherheit auch dazu beigetragen, aber wäre der Inhalt strunzlangweilig, würde ich bestimmt trotzdem eine Woche dafür brauchen. Teamwechsel hatte ich innerhalb von 2 Nächten durch und hatte Mühe es überhaupt auf die 2 Nächte zu verlagern.
Es ist eine süße Liebesgeschichte mit allem drum und dran. Die frechen Dialoge zwischen Liza und Ryan haben mir immer wieder ein fettes Grinsen auf dem Gesicht beschert. Piper Shelly (bzw. Anna Katmore) schreibt die Geschichte fluffig leicht, es hat einfach nur riesen Spaß gemacht, den Entwicklungen der Geschichte zu folgen.
Zum Inhalt möchte ich eigentlich wenig preis geben. Die Inhaltsangabe fast es schon sehr gut zusammen und ansonsten nehme ich euch die Spannung für das etwas mehr als 200 Seiten Werk. Nur so viel: Habt ihr Lust auf eine leichte, freche, sommerliche Liebesgeschichte, seit ihr mit Teamwechsel auf der sicheren Seite.
Aufmerksam bin ich auf das Buch durch die Hörprobe von Amelie Murman vom Blog Amelies Rezensionen geworden. Sie liest auch das ganze Hörbuch. Wer selbst einmal reinhören möchte, kann das hier tun: https://www.youtube.com/watch?v=LmsDG6rCtKE

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Titel: Tiefe Wellen

Autor: Kat Rosenfield

Übersetzer: Stefanie Schäfer

Seitenanzahl: 416 S.

Verlag: Fischer FJB

Erscheinungsdatum: 21. Mai 2015

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3841421708

Preis: 14,99 €

Originaltitel: Inland

Einzelband

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Tiefe Wellen hat mich jetzt etwas verwirrt und auch irgendwie leer zurückgelassen. Ich kann nicht sagen, dass es mir gar nicht gefallen hat. Die Atmosphäre des Buches war phänomenal und ich liebe Bücher, die eine heraufbeschwören können. Man versinkt so viel leichter in der Welt, und sieht alles, außer Buchstaben.
Die Handlung ist aus Callies Sichtweise geschrieben, und obwohl sie einen als Leser an ihre Gedanken teilhaben lässt, ist dort immer diese Distanz zu ihr. Vieles steht zwischen den Zeilen geschrieben, das lässt die Geschichte in ein geheimnisvolles Licht rücken, Klartext wird kaum gesprochen, der Inhalt lebt von Andeutungen und Platitüden. Kat Rosenfield hat das alles gut rüber bringen können und mich die Geschichte förmlich spüren lassen, besonders das Wasser, das so allgegenwärtig und präsent ist, dass es für mich persönlich die eigentliche Hauptperson in „Tiefe Wellen“ ist.
Für mich der Grund für Kritik ist zum einen vordergründlich die stille Frage nach dem Sinn der Geschichte, die sich mir am Schluss unweigerlich gestellt hat und die doch eher magere Handlung.
Ich habe viel geahnt und gerade die Hoffnung auf Antworten zu meinen vielen Fragen, die sich im Laufe der Geschichte immer mehr gestellt haben, haben mich bis zum Ende mitgesogen. Doch ich bin leider nicht erfüllt worden, das Wasser hat nichts aus seiner Tiefe für mich an Land gespült und nur Leere mit der Frage nach dem Warum zurückgelassen.
Ich kann nicht genau sagen, was ich erwartet habe, doch wahrscheinlich dass wenigstens am Ende das Wasser klar ist und sich nicht meiner Fragen entzieht. Aber tiefe Wellen konnte auch zum Ende nicht die erhofften tiefen Eindrücke bei mir hinterlassen. Deswegen nur 2,5 Buchbäume!

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[Rezension] Plötzlich Prinz – Das Erbe der Feen

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Titel: Das Erbe der Feen (Plötzlich Prinz #1)

Autor: Julie Kagawa

Übersetzer: Charlotte Lungstrass-Kapfer

Seitenanzahl: 512 S.

Verlag: Heyne fliegt

Erscheinungsdatum: 20. Januar 2014

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3453268661

Preis: 16,99  €

Originaltitel: The lost Prince

Band 1 von 3

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Cover
Das Cover finde ich gelungen, so wie bei den anderen Reihen von Julie Kagawa auch.

Handlung
Plötzlich Prinz – Das Erbe der Feen ist die Spin-Off Reihe zu Plötzlich Fee. Hier geht es um Ethan Chase, dem kleinen Bruder von Meghan. Meghan, Ash und Puck sind zwar auch mit von der Partie, und sogar Grimalkin, der arrogante Kater, darüber habe ich mich echt gefreut, haben allerdings nur einen recht kleinen Auftritt.
Die Handlung an sich war gar nicht so schlecht. Wenn auch im gewohnten alten Muster von Plötzlich Fee. Insbesondere interessant und spannend fand ich die Szenen, wo der neue unmittelbare Feind auf der Bildfläche erschien. Ethan und Kenzie, das neue Love-interest von Ethan und die ihm überall hinfolgt, haben es hier mit einer unbekannten Spezies des schönen Volkes zu tun. Sie sind durchscheinend wie Geister und saugen den Feen jegliche Magie ab. Mir lief jedes Mal eine Gänsehaut über den Körper, wenn die beiden sich diesen Wesen stellen mussten.
Das war es aber auch schon mit dem Lob. Der Rest an Handlung war mir dann allzu vertraut, hatte es doch viel zu viel Ähnlichkeit mit dem Auftakt zur Plötzlich Fee-Reihe. Klar, die Umstände waren teilweise anders als bei Meghan, aber selbst den Teil, den ich gerade dort oben gelobt habe, eine neue Spezies taucht auf und bedroht Winter- und Sommerhof, kommt exakt so bei Plötzlich Fee-Sommernacht vor.

Charaktere
So und jetzt kommt leider das, was mir das Buch einfach vermiest hat. Dass ich hier nochmal eine recht ähnliche Geschichte vorfinde wie bei Plötzlich Fee hätte ich mir natürlich denken können und war in gewisser Weise vielleicht auch so gewollt. Schließlich kehrt man so nochmal in die Welt zurück und das war toll, denn an der Welt ist wirklich nichts auszusetzen, ich bin gerne wieder ins Nimmernie zurückgekehrt. Aber die Reise wäre ich lieber wieder mit Meghan, Ash und Puck angetreten.
Ethan war für mich ein Charakter, der mir mit der Zeit immer mehr auf die Nerven ging. Sein ständiges Gefasel davon, dass er niemanden an sich ranlassen darf wegen der Feen, damit diese sich nicht an Personen vergreifen, die ihm lieb und teuer sind, hing mir irgendwann dermaßen zum Hals raus. Ich meine, was will der Kerl? Einen Orden, weil er so edelmütig ist, alle anderen daraus zu halten? Ich konnte es einfach nicht mehr lesen und für mich macht ihn das auch nicht zu einem Bad Boy, jedenfalls nicht zu einem attraktiven, wie ich ihn gerne in Büchern lese, sondern zu einer reinen Heulsuse.
Kenzie ist mir ebenfalls nicht so ans Herz gewachsen. Einerseits ist sie das starke Mädchen, dass sich tapfer verhält und dafür die Bewunderung von Ethan bekommt, andererseits hat sie einen Hintergrund, der bei ihm wieder Mitleid aufkommen lässt. Das wirkte auf mich alles zu gewollt, man muss die beiden ja quasi mögen, weil sie so tapfer und er so edelmütig ist. Kotz!

Fazit
Das Nimmernie und die gewohnten Charaktere aus der Vorgänger Reihe waren top, die neuen Charaktere leider ein totaler Flop. Für mich heißt es hier schon wieder Endstation mit der Plötzlich Prinz-Reihe. Schade!

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[Rezension] Silber – das zweite Buch der Träume (Silber #2) von Kerstin Gier

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Titel: Silber – das zweite Buch der Träume (Silber #2)

Autor: Kerstin Gier

Übersetzer: –

Seitenanzahl: 416 S.

Verlag: Fischer FJB

Erscheinungsdatum: 26. Juni 2014

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3841421678

Preis: 19,99 €

Originaltitel: –

Band 2 von 3

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Cover
Die Cover der Reihe sind ein Traum, so liebevoll und detailiert gestaltet und haben immer auch einen Bezug zur Geschichte, wie hier der Jaguar, der recht häufig Erwähnung im Buch findet.

Handlung

Wie ich das schon aus dem ersten Band kenne, ist die Handlung sehr humorvoll und locker geschrieben. Kerstin Gier hat mir damit so einige Lacher beschert und die Seiten flogen förmlich dahin.
Auch an Spannung hat das Buch genug zu bieten. Wie oft hatte ich zwischendurch gedacht:“nur noch das Kapitel zu Ende lesen.“ Was soll ich sagen? Es blieb nie bei dem einen Kapitel.
Silber – das zweite Buch der Träume hat mich zwei lange Nächte wach gehalten, ich brauchte sprichwörtlich nicht in meine eigenen Träume abtauchen, das hat Liv für mich übernommen.
Denn neben ihren realen Problemen wie Liebeskummer, Uneinigkeiten in der Familie und Verkupplungsversuchen, ist auch die Traumwelt nach wie vor ein nicht ungefährliches Terrain für Liv und Co. Die skrupellose Annabel ist zwar am Ende des ersten Band in eine Klinik eingewiesen worden, doch hält sie das natürlich nicht davon ab, im Traumkorridor ihr Unwesen zu treiben, zusammen mit so einigen anderen zwielichtigen Gestalten, hält sie Liv, Henry und Grayson ganz schön auf Trab.

Charaktere

Liv ist nach wie vor eine tolle Protagonistin. Sie ist klug und witzig und es macht Spaß aus ihrer Sicht die Geschichte zu verfolgen.
Henry bleibt immer sehr distanziert, man weiß selten, was er wirklich denkt und fühlt. Manchmal stört mich das unheimlich, besonders da es zwischen ihm und Liv in diesem Band sehr emotional wird.
Grayson dagegen ist ein perfekter großer Bruder. Er kümmert sich rührend um Liv und Mia. Und ich für meinen Teil finde, dass er so viel besser zu Liv passt. Andeutungen gab es meiner Meinung nach einige in diesem und auch dem vorherigen Teil.
Das, was ich bis jetzt aber vom 3. und letzten Teil mitbekommen habe, deutet eher auf ein Henry und Liv Happy End hin.

Fazit
Ich könnte eigentlich sofort weiterlesen, der 3. Band steht schon bereit und die Neugierde ist nach diesem Band groß. Doch irgendwie möchte ich mir den noch ein bisschen aufheben, um noch die Vorfreude auf weitere Abenteuer im Traumkorridor zu schüren.

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