Mein Freund Pax von Sara Pennypacker

Titel: Mein Freund Pax

Autor: Sara Pennypacker

Übersetzer: Birgitt Kollmann

Illustrator: Jonathan Klassen

Seitenanzahl: 304 S.

Verlag: Fischer Sauerländer

Erscheinungsdatum: 15. März 2017

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-7373-5230-7

Preis: 16,99 €

Originaltitel: Pax

Einzelband

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Inhalt

Peter hat den Fuchswelpen Pax vor dem sicheren Tod gerettet und aufgezogen – seitdem sind die beiden unzertrennlich. Peter und Pax verstehen sich ohne Worte, und nur zusammen fühlen sie sich ganz. Aber dann kommt der Krieg und reißt die beiden auseinander. Zwischen ihnen liegen Hunderte von Kilometern und warten tausend Gefahren, doch von ihrer Sehnsucht getrieben, kennen die beiden nur einen Gedanken: den anderen wiederzufinden…

Sara Pennypacker und Jon Klassen haben eine berührend-poetische Freundschaftsgeschichte geschaffen, die gleichzeitig ein Plädoyer für Menschlichkeit in Zeiten des Krieges ist.

Meine Meinung

Mein Freund Pax ist vorallem eines: eine anrührende Geschichte. Es handelt von einer Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Fuchs in einer schweren Zeit. Einer Zeit, in der Freundschaft, Menschlichkeit, Mitgefühl und Liebe selten anzutreffen ist: Krieg.
Und doch, dort wo alles verloren scheint, beweist wieder mal die Hoffnung, dass sie alles ist, was wir haben und dass man niemals aufgeben soll an das Gute und Wahre zu glauben.
So auch Peter und Pax, sie sind bereit alles füreinander zu geben und sich wiederzufinden, nach dem sie so plötzlich auseinander gerissen wurden.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Peter und Pax erzählt. Sara Pennypacker gelingt es sehr gut, dem Leser ein Bild von beiden zu machen und vor allem auch sich in den Fuchs Pax hineinzufinden, was vom Schreiben her bestimmt schon eine Leistung ist, die Gedanken und Instikte eines Tieres schriftlich darzustellen.
Sowohl Peter als auch Pax begegnen auf ihrem Weg andere Leidensgenossen (ich nutze das Wort hier mit Absicht, denn alle leiden unter dem Krieg), die sie auf ihre Suche zueinander unterstützen. Vola, die verschrobene allein lebende Frau, die eine Verbündete und Stütze für Peter wird, hat mir sehr gut gefallen. Die Dialoge zwischen ihr und Peter haben mich oft innehalten lassen und zum Nachdenken angeregt. Auch sie bekommt einen hoffnungsvollen Ausgang in ihrer Geschichte.
Pax bekommt sogar eine neue Familie und lernt sich in der Wildnis zu Recht zu finden.
Beide Figuren geben so viel für ihre Freundschaft und Liebe zueinander trotz ihrer großen Unterschiede. Sie sind zwei und nicht zwei.
Die Geschichte lehrt, dass wir mehr Liebe und Mitgefühl füreinander haben sollen und dass es sich dafür zu kämpfen lohnt. Heutzutage geht das immer mehr verloren. Krieg zerstört so vieles und doch begegnet man genau in solchen Geschichten der meisten Menschlichkeit und Wärme, da sie in dem großen Kontrastverhältnis zum Krieg stehen. Aber muss es wirklich so weit kommen, damit wieder das Gute in die Welt und den Menschen einkehrt?

Fazit

Pax und Peter führen eine wunderbare Freundschaft, deren Verlauf ich gerne gefolgt bin. Stellenweise war mir die Handlung leider etwas zu lahm. Aber Mein Freund Pax hat mich insgesamt sehr nachdenklich zurückgelassen und ich bin mir sicher es wird noch länger in mir nachhallen, denn die Botschaft lautet: Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt ist der Weg, nicht Krieg und gegenseitige Zerstörung.

Pax bekommt von mir 4 Buchbäume!

 

 

 

Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag

für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

[Rezension] Weltenriss – die Karten der verlorenen Zeit von S. E. Grove

weltenriss

Titel: Weltenriss (Die Karten der verlorenen Zeit #1)

Autor: S. E. Grove

Übersetzer: Christian Dreller

Seitenanzahl: 576 S.

Verlag: FJB Verlag

Erscheinungsdatum: 22. September 2016

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3841422217

Preis: 18,99 €

Originaltitel: The Glass Sentence – The Mapmakers Trilogy

Band 1 von 3

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Cover
Das Cover ist total toll! Ich liebe es! Es passt zur Geshichte und ist echt hübsch! Auch die Aufmachung im Buch ist super, vorallem die Karten vorne an.

Handlung
Weltenriss – die Karten der verlorenen Zeit ist ein Mix aus Abenteuer- und Fantasyroman. Erst dachte ich, dass es auch ein Middle Grade Roman ist, dafür empfand ich aber die Schreibweise und die verschiedenen fremden Begrifflichkeiten zu schwer für die Altersgruppe 10-12 Jahre.
Zum Einstieg in die Geschichte bekam ich erstmal viel Info-Dumping: Unsere Welt gibt es nicht mehr, so wie wir sie kennen, denn im Jahr 1799 passiert etwas unglaubliches: die große Disruption bricht an, die Kontinente befinden sich plötzlich alle in unterschiedlichen Zeitaltern wieder. Das eine Land beherbergt wieder Piraten, in anderen herrschen Seuchen wie im Mittelalter oder es gibt schneebedeckte Wüsten, in dem nichts mehr vom menschlichen Leben zeugt. Die Hauptprotagonistin und ihr Onkel Shadrack leben in Boston, dessen Bundesstaat sich jetzt Neu-Okzident nennt und in dem gerade der Beschluss gefasst wird, alle Grenzen zu den anderen Zeitaltern zu schließen. Das passt Sophia und ihrem Onkel nicht, sind doch Sophias Eltern vor Jahren in die Welt aufgebrochen und nicht wieder zurückgekehrt. Sie entscheiden sich, die beiden noch vor der endgültigen Grenzschließung zu suchen. Doch dann wird Shadrack entführt und Sophia muss sich zusammen mit ihrem neuen Freund Theo und einer geheimnisvollen Karte auf die Suche nach ihm machen. Ein großes Abenteuer mit viel Magie beginnt.

Ich kann Frau Grove für ihren Ideenreichtum nur beglückwünschen. Die Autorin hat hier eine ganz neue Welt geschaffen und es hat mir echt Spaß gemacht diese gemeinsam mit Sophia zu erkunden. Besonders gemocht habe ich die Idee mit den Karten, die durch Berührung die Erinnerung von Menschen, die schon einmal an diesem Ort waren, visionieren konnten. Auch die fliegenden Schiffe, halb Schiff, halb Heißluftballon, die sogenannten Boldevelda und die vermeintlichen Feinde, die Lachrima, haben mich fasziniert. Einziges Manko für mich war die Länge des Buches, es hat sich manchmal doch etwas gezogen und die einzelnen Textauszüge, die vor jedem Kapitel standen und einen noch mehr über die Welt verraten sollten. Für mich war das ein bisschen zu viel Infos und ich musste mich da häufig echt zwingen, das Textfragment überhaupt zu lesen.

Charaktere
Sophia war eine angenehme Protagonistin. Sie ist gelegentlich etwas stur und hat definitiv ihren eigenen Kopf, gleichzeitig ist sie aber auch clever und hat ein Herz für ihre Mitmenschen und -wesen. Mir war sie durchweg sympathisch.
Theo hat mir auch gefallen. Er ist zwar ein frecher Kerl, aber wie er sich um Sophia kümmert, war echt lieb und ich finde, die beiden bilden ein tolles Paar. Könnte mir bei Ihnen sogar mehr als Freundschaft vorstellen.
Einige Kapitel sind auch aus Shadracks Sicht während seiner Entführung geschildert. Er ist ein guter Kartologe und ein noch besserer Onkel für Sophia, der sie großgezogen hat, als ihre Eltern nicht mehr zurückkamen. Mir tat er während der Entführung oft Leid, seine Fluchtversuche gestalteten sich schwieriger als gedacht. Umso glücklicher war ich, als Sophia und er sich in der 3. Hälfte des Buches endlich wiedersahen.
Ferner sind da noch sämtliche Nebencharaktere, wie eine Piratenbande und ein paar Palastbewohner, die ich einfach nicht unerwähnt lassen kann, da sie mir alle ans Herz gewachsen sind. Besonders Calixta und Burr, das Piratengeschwisterpaar, die Sophia und Theo auf ihrer Reise tatkräftig unterstützen.

Schreibstil
Den Schreibstil empfand ich als angepasst an die Welt, etwas altmodischer, spielt die Handlung doch im 19. Jahrhundert und die Sätze sind recht lang gehalten. Nach den ersten Kapiteln bin ich damit aber gut zu Recht gekommen.

Fazit
Weltenriss sprüht vor Fantasie und hat tolle Charaktere zu bieten. Wer sich auf eine Abenteuerreise mit fliegenden Schiffen, Räubern, Piraten und unbekannten Wesen begeben will, kommt mit Weltenriss – die Karten der verlorenen Zeit voll auf seine Kosten. Ich für meinen Teil freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung und die neuen Entdeckungen, die ich in dieser Welt noch sammeln werde.

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Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag

fjbfür die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

[Kleinholz] Zeugenkussprogramm, Teamwechsel und Tiefe Wellen

zeugenkussprogramm

Titel: Zeugenkussprogramm (Kiss & Crime #1)

Autor: Eva Völler

Übersetzer: –

Seitenanzahl: 368 S.

Verlag: One Verlag

Erscheinungsdatum: 13. August 2015

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3846600153

Preis: 14,99 €

Originaltitel: –

Band 1 von ?

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Zeugenkussprogramm war eine schöne Unterhaltung für zwischendurch. In die Charaktere konnte ich mich gut hineinversetzen, insbesondere die Omi war das Highlight mit ihren Diktiergerät und hat für manches Schmunzeln bei mir gesorgt.
Bis jetzt habe ich noch kein Buch gelesen, in dem es um ein Zeugenschutzprogramm ging, war für mich mal eine nette Abwechslung, zwischen den ganzen Fantasyromanen, die ich so lese.
Auch die Liebesgeschichte zwischen Emmy und Pascal hat mir gefallen, wenn das auch alles etwas schnell ging mit den beiden. Kaum gesehen, schon verliebt.
Und Eva Völler kann schreiben. Zeugenkussprogramm ist das erste Buch, welches ich von ihr gelesen habe.
Insgesamt hat mir einzig und allein das Überragende gefehlt, um 5 Buchbäume zu vergeben.

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teamwechsel

Titel: Teamwechsel (Grover Beach Team #1)

Autor: Piper Shelly / Anna Katmore

Übersetzer: –

Seitenanzahl: 228 S.

Verlag: Drachenmond Verlag (neue Auflage!)

Erscheinungsdatum: 1. August 2016

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3959913805

Preis: 12,90 €

Originaltitel: –

Band 1 von 6

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Es gibt Bücher, die kann man so in einem Rutsch weglesen. Und Teamwechsel ist genau so ein Buch. Klar, die geringe Zahl von Seiten und die Schriftgröße haben mit Sicherheit auch dazu beigetragen, aber wäre der Inhalt strunzlangweilig, würde ich bestimmt trotzdem eine Woche dafür brauchen. Teamwechsel hatte ich innerhalb von 2 Nächten durch und hatte Mühe es überhaupt auf die 2 Nächte zu verlagern.
Es ist eine süße Liebesgeschichte mit allem drum und dran. Die frechen Dialoge zwischen Liza und Ryan haben mir immer wieder ein fettes Grinsen auf dem Gesicht beschert. Piper Shelly (bzw. Anna Katmore) schreibt die Geschichte fluffig leicht, es hat einfach nur riesen Spaß gemacht, den Entwicklungen der Geschichte zu folgen.
Zum Inhalt möchte ich eigentlich wenig preis geben. Die Inhaltsangabe fast es schon sehr gut zusammen und ansonsten nehme ich euch die Spannung für das etwas mehr als 200 Seiten Werk. Nur so viel: Habt ihr Lust auf eine leichte, freche, sommerliche Liebesgeschichte, seit ihr mit Teamwechsel auf der sicheren Seite.
Aufmerksam bin ich auf das Buch durch die Hörprobe von Amelie Murman vom Blog Amelies Rezensionen geworden. Sie liest auch das ganze Hörbuch. Wer selbst einmal reinhören möchte, kann das hier tun: https://www.youtube.com/watch?v=LmsDG6rCtKE

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tiefewellen

Titel: Tiefe Wellen

Autor: Kat Rosenfield

Übersetzer: Stefanie Schäfer

Seitenanzahl: 416 S.

Verlag: Fischer FJB

Erscheinungsdatum: 21. Mai 2015

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3841421708

Preis: 14,99 €

Originaltitel: Inland

Einzelband

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Tiefe Wellen hat mich jetzt etwas verwirrt und auch irgendwie leer zurückgelassen. Ich kann nicht sagen, dass es mir gar nicht gefallen hat. Die Atmosphäre des Buches war phänomenal und ich liebe Bücher, die eine heraufbeschwören können. Man versinkt so viel leichter in der Welt, und sieht alles, außer Buchstaben.
Die Handlung ist aus Callies Sichtweise geschrieben, und obwohl sie einen als Leser an ihre Gedanken teilhaben lässt, ist dort immer diese Distanz zu ihr. Vieles steht zwischen den Zeilen geschrieben, das lässt die Geschichte in ein geheimnisvolles Licht rücken, Klartext wird kaum gesprochen, der Inhalt lebt von Andeutungen und Platitüden. Kat Rosenfield hat das alles gut rüber bringen können und mich die Geschichte förmlich spüren lassen, besonders das Wasser, das so allgegenwärtig und präsent ist, dass es für mich persönlich die eigentliche Hauptperson in „Tiefe Wellen“ ist.
Für mich der Grund für Kritik ist zum einen vordergründlich die stille Frage nach dem Sinn der Geschichte, die sich mir am Schluss unweigerlich gestellt hat und die doch eher magere Handlung.
Ich habe viel geahnt und gerade die Hoffnung auf Antworten zu meinen vielen Fragen, die sich im Laufe der Geschichte immer mehr gestellt haben, haben mich bis zum Ende mitgesogen. Doch ich bin leider nicht erfüllt worden, das Wasser hat nichts aus seiner Tiefe für mich an Land gespült und nur Leere mit der Frage nach dem Warum zurückgelassen.
Ich kann nicht genau sagen, was ich erwartet habe, doch wahrscheinlich dass wenigstens am Ende das Wasser klar ist und sich nicht meiner Fragen entzieht. Aber tiefe Wellen konnte auch zum Ende nicht die erhofften tiefen Eindrücke bei mir hinterlassen. Deswegen nur 2,5 Buchbäume!

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[Rezension] Jenseits des Schattentores von Beate Teresa und Susanne Hanika

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Titel: Jenseits des Schattentores

Autor: Beate Teresa und Susanne Hanika

Übersetzer: –

Seitenanzahl: 480 S.

Verlag: Fischer Sauerländer

Erscheinungsdatum: 24. September 2015

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3737352468

Preis: 16,99 €

Originaltitel: –

Einzelband?

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COVER

Das Cover ist passend und schön gestaltet. Denn es zeigt den Eingang zum Jenseits, um das es in diesem Buch zentral geht. Auch der Hintergrund des Schriftzugs, also die zwei Holzbretter, sind gut gesetzt, denn es ist alles andere als leicht sich den Eintritt in die Unterwelt zu verschaffen.

HANDLUNG

Die Geschichte beginnt nach einer kurzen Prologszene aus der Sicht der Göttin Persephone, die ihr Dasein als Göttin in einem Turm am Meer fristet und von hier aus mithilfe einer magischen Kugel über das Leben der Menschen wacht und sich hin und wieder auch unauffällig einmischt. In dem Moment beobachtet sie gerade Aurora, ein Mädchen, das mit ihrem Vater in der ewigen Stadt Rom lebt. Diese verlässt nach einem Streit mit ihrem Vater ihr Elternhaus und begegnet bei ihrer Suche nach einer eigenen Wohnung der Auftragskillerin Luna Laverna, die gerade versucht eine Leiche zu verstecken. Ehe Aurora sich versieht, wird sie gemeinsam mit Luna von den Mafiosi verfolgt, und muss sich auf eine lange Suche und Hetzjagd begeben. Dabei begegnet sie Leon, einem attraktiven, aber rüpelhaften Mann, der die Sache nicht gerade einfacher macht.

MEINE MEINUNG

Es ist leider gar nicht einfach, euch eine gute Zusammenfassung zu dem Buch zu geben. Denn die ganze Handlung ist sehr miteinander verworren und leider hatte ich am Anfang auch so meine Schwierigkeiten damit. Denn man wird gleich zu Beginn direkt in das Geschehen der Geschichte hineingeworfen, ohne das einem die Zusammenhänge des ganzem so recht klar sind.
Insgesamt wird das ganze dann im Laufe der Geschichte zwar nachvollziehbar, aber die ersten Szenen waren für mich leider nicht so eingängig wie ich mir das gewünscht hätte.
Insbesondere Auroras erste Szene mit Luna, wo sie ihr was vormacht und so tut als ob sie auch eine Auftragskilerin ist, fand ich wenig schlüssig und nicht so logisch.
Doch andererseits, hätte Aurora sich nicht für jemand anderen ausgegeben, hätte sie bestimmt nicht so ein spannendes Abenteuer erlebt, das ich gern als Leser an ihrer Seite verfolgt habe.
Den Mix zwischen einer Art Thriller und kleinen Fantasy-Anteilen in Form von griechischer Mythologie haben die Autorinnen gut gemeistert.
Ebenso sind auch die Romantik und der Humor nicht zu kurz gekommen. Ich habe die Szenen zwischen Persephone und ihrer besten Freundin Kassiopeia sowie ihrem „ehemaligen“ Mann Hades geliebt. Persephone spart nicht an sarkastischen Bemerkungen und Kassiopeias recht blondinenhafte und eitle Art hat mir so manchen Lacher entlockt.
In den romantischen Szenen zwischen den Paaren Aurora /Leon und Persephone / Hades habe ich förmlich die Funken und Anziehungen gespürt, die zwischen ihnen herrschen. Dies liegt besonders an dem tollen Schreibstil, den die beiden Autorenschwestern besitzen. Schon in ihrer anderen gemeinsamen Buchreihe konnten sie mich davon überzeugen, dass sie Atmosphäre schaffen können.
Leider fehlte mir auch diese noch zu Beginn von „Jenseits des Schattentores“. War ich doch etwas zu sehr auf die italienische Kulisse fixiert, so haben sie zur Mitte des Buches meiner Meinung nach aber wieder den Bogen geschafft und zu ihrer alten atmosphärischen Stärke gefunden und ich kann glücklich sagen, dass mir „Jenseits des Schattentores“ am Ende doch besser gefallen hat, als am Anfang angenommen.

FAZIT

Für mich leider nicht ganz so gut wie die „Dark Angels-Reihe“ gewesen, aber trotzdem ein tolles, lustiges und spannendes Buch. Ich hoffe sehr, bald noch mehr tolle Geschichten aus der Feder des Autoren-Duos lesen zu können. Vielleicht gibt es sogar hier noch eine Fortsetzung? Ich vergebe 4 Buchbäume für „Jenseits des Schattentores“.

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Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag

für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

[Rezension] Das Juwel – Die Gabe von Amy Ewing

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Titel: Das Juwel – Die Gabe

Autor: Amy Ewing

Übersetzer: Andrea Fischer

Seitenanzahl: 448 S.

Verlag: Fischer FJB

Erscheinungsdatum: 20. August 2015

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-8414-2104-3

Preis: 16,99 €

Originaltitel: The Jewel

Band 1 von 3

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COVER

Das Cover ist ein Traum – wunderschön! Ich freue mich vorallem auch, dass das tolle Originalcover bis auf die Farbe übernommen wurde. Und das mit der Farbe finde ich gar nicht schlimm, im Gegenteil, ich finde es dadurch sogar besser als das Original. Denn schließlich heißt unsere Hauptprotagonistin hier wie die Farbe und hat auch genau solche Augen: Violet.

HANDLUNG

Violet Lasting lebt in einer begrenzten und klar aufgeteilten Welt. Im Zentrum liegt das Juwel, die Adelsfamilien wohnen hier in ihren Burgen und Schlössern, sie bilden die Elite des Landes, und werden umfasst von dem Gebiet der Banken mit seinen Kaufmännern und dem Schlot, den Fabriken der Stadt. Der äußerste Ring, abgegrenzt durch Mauern, ist der Sumpf mit den Ärmsten der Ärmsten als Bewohner. Dort befinden sich auch die auf allen Himmelsrichtungen verteilten Verwahrungsanstalten, Orte an denen Mädchen mit besonderer Gabe ab ihrem 12. Lebensjahr für vom Adel organisierte Auktionen großgezogen werden. So auch Violet, der Hauptcharakter der Geschichte. Ab der Auktion, bei der sie von der Herzogin von See aus dem Juwel ersteigert wird, besitzt sie kein eigenes Leben mehr. Sie ist Eigentum, „das Haustier“, der Lady. Niemand darf sie mehr bei ihrem Namen nennen, sie ist nur noch das Surrogat der Herzogin, es ist ihr verboten jemals wieder Kontakt zu ihrer Familie herzustellen und jeder Befehl der Herzogin ist von ihr Folge zu leisten. Und damit nicht genug: Der Adel ist in dieser Welt nicht mehr in der Lage seine Kinder selber zu bekommen. So muss Violet das Kind der Herzogin austragen. Als Gegenleistung erhält sie ein angenehmeres und prunkvolleres statt armes Leben. Doch was für ein Wert hat dieses Leben, wenn Violet dafür ihre Freiheit zum entscheiden verliert?

MEINE MEINUNG

Ich muss sagen, mich hat „das Juwel“ am Anfang immer etwas verstört und nachdenklich zurückgelassen, sobald ich aus seinen Tiefen wieder aufgetaucht bin. Ich weiß, dass es auch in unserem realen Leben die sogenannte Leihmutterschaft gibt. Aber da es bei mir weder im realen Leben noch in irgendeinem anderen Buch bis jetzt für mich Thema wurde, hab ich mich gedanklich vorher noch nicht damit auseinandergesetzt und das ganze hat dann eine Art Befremdlichkeit bei mir ausgelöst. Trotzdem betone ich „am Anfang war das so“. Ich habe mich irgendwann im Laufe der Geschichte daran gewöhnt und der Gedanke war nicht mehr ganz so ungewohnt für meine zugegeben zart beseitete Seele.

Trotzdem muss ich sagen, dass das Buch nicht das geeigneteste für Leute mit schwachen Nerven ist. Neben diesem Aspekt gibt es noch die ein oder andere Grausamkeit. Die Surrogate bekommen zum Beispiel immer Nasen bluten und Kopfschmerzen, wenn sie ihre Gaben nutzen. Ich finde es ziemlich grausam, dass man sie trotzdem dazu zwingt ihre Gaben auszuüben.

Doch so grausam ich die Umstände dieser Welt auch empfunden habe, ich konnte das Buch nicht beiseite legen. Mag es aus einer seltsamen Faszination heraus sein oder der spannenden Frage, ob Violet doch einen Ausweg aus ihrer jetzigen Lebenssituation findet, bevor sie schwanger wird. Die Seiten flossen nur so dahin. Und besonders die Liebesgeschichte, die erst ab Mitte des Buches auf der Bildfläche erscheint, hat die Handlung nochmal um einiges für mich auflockern können.

Schade fand ich, dass es einige Szenen / Charaktere gab, die mich an gewisse andere erfolgreiche Buchreihen erinnert haben. Das Buch hatte gar nicht mal so viel von Selection, wie man bei dem Cover und dem Klappentext vielleicht auf dem ersten Blick vermuten würde. Für mich ging es eher Richtung Tribute von Panem. Lucien, die Zofe des Herscherpaars, dem Violet noch öfters auf Bällen begegnet und ein großer Unterstützer für sie wird, hat mich so manches Mal an Cinna erinnert. Und auch ein paar andere Szenen / Begebenheiten waren für mich, als ob ich sie schon mal etwas abgewandelt woanders gelesen habe.

Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt für mich. Viel schlimmer war für mich das Ende. Ich warne vor, es gibt einen riesigen Cliffhänger! Ich wünschte ich könnte jetzt sofort und auf der Stelle weiterlesen! Aber ich fürchte ich muss mich wohl noch gedulden.
Das Juwel bekommt 4 Buchbäume von mir!
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Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag

fjb

für die Bereitstellung des Buches!

[Kleinholz] Ich fürchte mich nicht, Plötzlich Fee – Frühlingsnacht

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Titel: Ich fürchte mich nicht

Autor: Tahereh Mafi

Übersetzer: Mara Henke

Seitenanzahl: 317 S.

Verlag: Goldmann Verlag

Erscheinungsdatum: 23.07.2012

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3442313013

Preis: 16,99 €

Originaltitel: Shatter me

Band 1 von 3

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„Ich fürchte mich nicht“ hat mir ganz gut gefallen. Der Anfang zieht sich etwas und ich fragte mich zwischendurch, wann denn endlich mal die Action kommt, aber der Roman lässt sich sehr leicht weglesen, sodass ich trotzdem nicht die Lust daran verlor, weiterzulesen. Und es lohnt sich dann wirklich! Ab Mitte des Buches nimmt die Handlung ordentlich an Fahrt auf und ein Ereignis jagt das nächste. Insbesondere die Schreibweise von Tahereh Mafi ist etwas ganz besonderes, wie ich sie in der Art noch nicht gelesen habe. Neben den stilistischen Mitteln wie durchgestrichene Sätze, die die eigentlichen Gedanken der Hauptprotagonistin Juliette darstellen, die diese aber nicht wahrhaben will und die sie durch verbesserte Sätze ersetzt, bedient sich Frau Mafi auch der Metaphern und Vergleiche, sodass viele Passagen im Buch sich wie Prosa anhören. Meiner Meinung nach eine schöne Art zu schreiben und interessant zum lesen.
Die Liebesgeschichte zwischen Juliette und Adam konnte mich ebenfalls in seinen Bann ziehen. Ich bin gespannt, wie sich diese in den nachfolgenden Bänden noch entwickelt und ich vielleicht, wie manche andere Blogger und Leser, noch zum Team Warner überwechsle. Denn im Moment kann ich das absolut nicht behaupten, mit der Grausamkeit die er Juliette gegenüber an den Tag legt, konnte mich Warner bisher nur von seinem perfekten Bild eines Bösewichts überzeugen.

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Titel: Plötzlich Fee – Frühlingsnacht

Autor: Julie Kagawa

Übersetzer: Charlotte Lungstrass-Kapfer

Seitenanzahl: 512 S.

Verlag: Heyne Verlag

Erscheinungsdatum: 20.08.2012

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3453267275

Preis: 16,99 €

Originaltitel: The Iron Knight

Band 4 von 5

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Es hat mir wieder viel Spaß gemacht noch ein letztes Mal für längerer Zeit ins Nimmernie zu reisen. Dieses Mal zwar an der Seite eines männlichen Charakters, dem Winterprinzen und Meaghans große Liebe Ash, doch auch wenn ich eine Abneigung gegen männliche Hauptprotagonisten habe, weil ich mich einfach schlechter in sie hineinversetzen kann, war das mit Ash kein Problem. Vielleicht einfach auch, weil ich ihn schon in den Vorgängerbänden recht gut kennen und lieben gelernt habe.
In diesem letzten großen Abenteuer macht sich Ash auf die Reise, um sein Versprechen gegenüber Meaghan einzulösen: Für immer bei ihr zu bleiben. Dazu wagt er das Unmögliche und sucht einen Weg Mensch zu werden, damit ihn das Eisen, aus dem Meaghans Reich besteht, ihm nichts mehr anhaben kann. Das ist eigentlich die ganze Handlung. Relativ geradlinig, trotzdem begegnen Ash und seinen Wegbegleitern so einige Überraschungen auf dem Weg zum Ende der Welt und durch die anschauliche Schreibweise von Julie Kagawa war ich bei jeder Szene am mitfiebern.
Und natürlich war es ein Genuss wieder den altbekannten Charakteren zu begegnen, insbesondere Grimalkin, den sarkastischen und arroganten Karter und Puck, dem Hofnarren, der wieder so einigen Sprüche  losgelassen hat, über die ich mich ausschütten konnte vor Lachen.
Ich bedauere es sehr, diese Welt jetzt fast ganz zu verlassen. Ein Buch bleibt mir ja noch, der Sammelband „Plötzlich Fee – Das Geheimnis von Nimmernie.“ Der wird bei mir dann demnächst einziehen!

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[Kleinholz] Selection, Shadow Falls Camp – Geboren um Mitternacht

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Titel: Selection

Autor: Kiera Cass

Seitenanzahl: 368 S.

Verlag: Fischer Sauerländer

Erscheinungsdatum: 11. Februar 2013

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3411811250

Preis: 16,99 €

Originaltitel: The Selection

Band: 1 von 3

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Selection hat mich gut unterhalten können und ich kann verstehen, warum so viele von dieser Reihe begeistert sind. Die Geschichte liest sich flüssig, schnell und die Neugierde, wie es weitergeht, lässt einen immer wieder zum Buch greifen. Aber ich verstehe auch, die, die Selection schlecht bewertet haben. Alles ist so einfach dargestellt. Wer einen detailierten, großartigen Weltentwurf erwartet, wird hier enttäuscht werden. Selection lebt von der Liebesgeschichte, das dystopische ist hier Nebensache. Inhaltlich begegnet man keinen Actionszenen, mehr als zu ein paar Rebellenangriffen, die für America immer glimpflich ausgehen, kommt es nicht. Aber darauf habe ich mich vor dem lesen eingestellt. Warum auch immer was anspruchsvolles lesen? Klar, America, ist in dem Sinne eine nervige Protagonistin, dass sie echt immer alles richtig macht, hat dieses Mädchen überhaupt irgendeinen Fehler? Grr und kotz. Trotzdem habe ich sie komischerweise oft als erfrischend empfunden. Schlussendlich hat mir Selection ein paar unterhaltsame Lesestunden bescheren können und mich neugierig auf die nächsten Bände gemacht.

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Titel: Shadow Falls Camp – Geboren um Mitternacht

Autor: C.C. Hunter

Seitenanzahl: 512 S.

Verlag: Fischer FJB

Erscheinungsdatum: 15. Juni 2012

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3841421272

Preis: 14,99 €

Originaltitel: Born at midnight

Band: 1 von 5

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Shadow Falls Camp kann man lesen, man muss es aber auch nicht, man verpasst kein großes Meisterwerk, wenn man es nicht tut. Es bietet eine kurzweilige Unterhaltung und wer wie ich, Liebesdreiecke mag, kommt auch auf seine Kosten. Das war es dann aber auch schon an positives was ich zu „Geboren um Mitternacht“ zu sagen habe. Ich glaube, ich bin für Shadow Falls Camp auch einfach vielleicht schon zu alt, um diese Begeisterung zu empfinden, es ist offensichtlich auf eine jüngere Altersstufe zugeschnitten. Shadow Falls Camp bietet wieder das Programm der Klischees und hat nicht wirklich was großartig neues zu bieten. Ob ich die vier Folgebände lese weiß ich noch nicht. Erstmal aber jedenfalls definitiv nicht. Zwei Buchbäume vergebe ich für eine kurzweilige Unterhaltung mit einem interessanten Loveinterest.
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