[Rezension] Weltenriss – die Karten der verlorenen Zeit von S. E. Grove

weltenriss

Titel: Weltenriss (Die Karten der verlorenen Zeit #1)

Autor: S. E. Grove

Übersetzer: Christian Dreller

Seitenanzahl: 576 S.

Verlag: FJB Verlag

Erscheinungsdatum: 22. September 2016

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3841422217

Preis: 18,99 €

Originaltitel: The Glass Sentence – The Mapmakers Trilogy

Band 1 von 3

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Cover
Das Cover ist total toll! Ich liebe es! Es passt zur Geshichte und ist echt hübsch! Auch die Aufmachung im Buch ist super, vorallem die Karten vorne an.

Handlung
Weltenriss – die Karten der verlorenen Zeit ist ein Mix aus Abenteuer- und Fantasyroman. Erst dachte ich, dass es auch ein Middle Grade Roman ist, dafür empfand ich aber die Schreibweise und die verschiedenen fremden Begrifflichkeiten zu schwer für die Altersgruppe 10-12 Jahre.
Zum Einstieg in die Geschichte bekam ich erstmal viel Info-Dumping: Unsere Welt gibt es nicht mehr, so wie wir sie kennen, denn im Jahr 1799 passiert etwas unglaubliches: die große Disruption bricht an, die Kontinente befinden sich plötzlich alle in unterschiedlichen Zeitaltern wieder. Das eine Land beherbergt wieder Piraten, in anderen herrschen Seuchen wie im Mittelalter oder es gibt schneebedeckte Wüsten, in dem nichts mehr vom menschlichen Leben zeugt. Die Hauptprotagonistin und ihr Onkel Shadrack leben in Boston, dessen Bundesstaat sich jetzt Neu-Okzident nennt und in dem gerade der Beschluss gefasst wird, alle Grenzen zu den anderen Zeitaltern zu schließen. Das passt Sophia und ihrem Onkel nicht, sind doch Sophias Eltern vor Jahren in die Welt aufgebrochen und nicht wieder zurückgekehrt. Sie entscheiden sich, die beiden noch vor der endgültigen Grenzschließung zu suchen. Doch dann wird Shadrack entführt und Sophia muss sich zusammen mit ihrem neuen Freund Theo und einer geheimnisvollen Karte auf die Suche nach ihm machen. Ein großes Abenteuer mit viel Magie beginnt.

Ich kann Frau Grove für ihren Ideenreichtum nur beglückwünschen. Die Autorin hat hier eine ganz neue Welt geschaffen und es hat mir echt Spaß gemacht diese gemeinsam mit Sophia zu erkunden. Besonders gemocht habe ich die Idee mit den Karten, die durch Berührung die Erinnerung von Menschen, die schon einmal an diesem Ort waren, visionieren konnten. Auch die fliegenden Schiffe, halb Schiff, halb Heißluftballon, die sogenannten Boldevelda und die vermeintlichen Feinde, die Lachrima, haben mich fasziniert. Einziges Manko für mich war die Länge des Buches, es hat sich manchmal doch etwas gezogen und die einzelnen Textauszüge, die vor jedem Kapitel standen und einen noch mehr über die Welt verraten sollten. Für mich war das ein bisschen zu viel Infos und ich musste mich da häufig echt zwingen, das Textfragment überhaupt zu lesen.

Charaktere
Sophia war eine angenehme Protagonistin. Sie ist gelegentlich etwas stur und hat definitiv ihren eigenen Kopf, gleichzeitig ist sie aber auch clever und hat ein Herz für ihre Mitmenschen und -wesen. Mir war sie durchweg sympathisch.
Theo hat mir auch gefallen. Er ist zwar ein frecher Kerl, aber wie er sich um Sophia kümmert, war echt lieb und ich finde, die beiden bilden ein tolles Paar. Könnte mir bei Ihnen sogar mehr als Freundschaft vorstellen.
Einige Kapitel sind auch aus Shadracks Sicht während seiner Entführung geschildert. Er ist ein guter Kartologe und ein noch besserer Onkel für Sophia, der sie großgezogen hat, als ihre Eltern nicht mehr zurückkamen. Mir tat er während der Entführung oft Leid, seine Fluchtversuche gestalteten sich schwieriger als gedacht. Umso glücklicher war ich, als Sophia und er sich in der 3. Hälfte des Buches endlich wiedersahen.
Ferner sind da noch sämtliche Nebencharaktere, wie eine Piratenbande und ein paar Palastbewohner, die ich einfach nicht unerwähnt lassen kann, da sie mir alle ans Herz gewachsen sind. Besonders Calixta und Burr, das Piratengeschwisterpaar, die Sophia und Theo auf ihrer Reise tatkräftig unterstützen.

Schreibstil
Den Schreibstil empfand ich als angepasst an die Welt, etwas altmodischer, spielt die Handlung doch im 19. Jahrhundert und die Sätze sind recht lang gehalten. Nach den ersten Kapiteln bin ich damit aber gut zu Recht gekommen.

Fazit
Weltenriss sprüht vor Fantasie und hat tolle Charaktere zu bieten. Wer sich auf eine Abenteuerreise mit fliegenden Schiffen, Räubern, Piraten und unbekannten Wesen begeben will, kommt mit Weltenriss – die Karten der verlorenen Zeit voll auf seine Kosten. Ich für meinen Teil freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung und die neuen Entdeckungen, die ich in dieser Welt noch sammeln werde.

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Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag

fjbfür die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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