[Rezension] Das Juwel – Die Gabe von Amy Ewing

dasjuwel

Titel: Das Juwel – Die Gabe

Autor: Amy Ewing

Übersetzer: Andrea Fischer

Seitenanzahl: 448 S.

Verlag: Fischer FJB

Erscheinungsdatum: 20. August 2015

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-8414-2104-3

Preis: 16,99 €

Originaltitel: The Jewel

Band 1 von 3

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COVER

Das Cover ist ein Traum – wunderschön! Ich freue mich vorallem auch, dass das tolle Originalcover bis auf die Farbe übernommen wurde. Und das mit der Farbe finde ich gar nicht schlimm, im Gegenteil, ich finde es dadurch sogar besser als das Original. Denn schließlich heißt unsere Hauptprotagonistin hier wie die Farbe und hat auch genau solche Augen: Violet.

HANDLUNG

Violet Lasting lebt in einer begrenzten und klar aufgeteilten Welt. Im Zentrum liegt das Juwel, die Adelsfamilien wohnen hier in ihren Burgen und Schlössern, sie bilden die Elite des Landes, und werden umfasst von dem Gebiet der Banken mit seinen Kaufmännern und dem Schlot, den Fabriken der Stadt. Der äußerste Ring, abgegrenzt durch Mauern, ist der Sumpf mit den Ärmsten der Ärmsten als Bewohner. Dort befinden sich auch die auf allen Himmelsrichtungen verteilten Verwahrungsanstalten, Orte an denen Mädchen mit besonderer Gabe ab ihrem 12. Lebensjahr für vom Adel organisierte Auktionen großgezogen werden. So auch Violet, der Hauptcharakter der Geschichte. Ab der Auktion, bei der sie von der Herzogin von See aus dem Juwel ersteigert wird, besitzt sie kein eigenes Leben mehr. Sie ist Eigentum, „das Haustier“, der Lady. Niemand darf sie mehr bei ihrem Namen nennen, sie ist nur noch das Surrogat der Herzogin, es ist ihr verboten jemals wieder Kontakt zu ihrer Familie herzustellen und jeder Befehl der Herzogin ist von ihr Folge zu leisten. Und damit nicht genug: Der Adel ist in dieser Welt nicht mehr in der Lage seine Kinder selber zu bekommen. So muss Violet das Kind der Herzogin austragen. Als Gegenleistung erhält sie ein angenehmeres und prunkvolleres statt armes Leben. Doch was für ein Wert hat dieses Leben, wenn Violet dafür ihre Freiheit zum entscheiden verliert?

MEINE MEINUNG

Ich muss sagen, mich hat „das Juwel“ am Anfang immer etwas verstört und nachdenklich zurückgelassen, sobald ich aus seinen Tiefen wieder aufgetaucht bin. Ich weiß, dass es auch in unserem realen Leben die sogenannte Leihmutterschaft gibt. Aber da es bei mir weder im realen Leben noch in irgendeinem anderen Buch bis jetzt für mich Thema wurde, hab ich mich gedanklich vorher noch nicht damit auseinandergesetzt und das ganze hat dann eine Art Befremdlichkeit bei mir ausgelöst. Trotzdem betone ich „am Anfang war das so“. Ich habe mich irgendwann im Laufe der Geschichte daran gewöhnt und der Gedanke war nicht mehr ganz so ungewohnt für meine zugegeben zart beseitete Seele.

Trotzdem muss ich sagen, dass das Buch nicht das geeigneteste für Leute mit schwachen Nerven ist. Neben diesem Aspekt gibt es noch die ein oder andere Grausamkeit. Die Surrogate bekommen zum Beispiel immer Nasen bluten und Kopfschmerzen, wenn sie ihre Gaben nutzen. Ich finde es ziemlich grausam, dass man sie trotzdem dazu zwingt ihre Gaben auszuüben.

Doch so grausam ich die Umstände dieser Welt auch empfunden habe, ich konnte das Buch nicht beiseite legen. Mag es aus einer seltsamen Faszination heraus sein oder der spannenden Frage, ob Violet doch einen Ausweg aus ihrer jetzigen Lebenssituation findet, bevor sie schwanger wird. Die Seiten flossen nur so dahin. Und besonders die Liebesgeschichte, die erst ab Mitte des Buches auf der Bildfläche erscheint, hat die Handlung nochmal um einiges für mich auflockern können.

Schade fand ich, dass es einige Szenen / Charaktere gab, die mich an gewisse andere erfolgreiche Buchreihen erinnert haben. Das Buch hatte gar nicht mal so viel von Selection, wie man bei dem Cover und dem Klappentext vielleicht auf dem ersten Blick vermuten würde. Für mich ging es eher Richtung Tribute von Panem. Lucien, die Zofe des Herscherpaars, dem Violet noch öfters auf Bällen begegnet und ein großer Unterstützer für sie wird, hat mich so manches Mal an Cinna erinnert. Und auch ein paar andere Szenen / Begebenheiten waren für mich, als ob ich sie schon mal etwas abgewandelt woanders gelesen habe.

Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt für mich. Viel schlimmer war für mich das Ende. Ich warne vor, es gibt einen riesigen Cliffhänger! Ich wünschte ich könnte jetzt sofort und auf der Stelle weiterlesen! Aber ich fürchte ich muss mich wohl noch gedulden.
Das Juwel bekommt 4 Buchbäume von mir!
Buchbaum_1SternBuchbaum_2SterneBuchbaum_3SterneGrundbaum

 

 

 

Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag

fjb

für die Bereitstellung des Buches!

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