[Rezension] Mein Herz und andere schwarze Löcher von Jasmine Warga

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Titel: Mein Herz und andere schwarze Löcher

Autor: Jasmine Warga

Seitenanzahl: 384 S.

Verlag: Fischer Sauerländer

Erscheinungsdatum: 23. April 2015

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3737351416

Preis: 16,99 €

Originaltitel: my heart and other black holes

Einzelband

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Cover

Ich finde das Cover sehr originell im positiven Sinne! Es bildet einen absolut krassen Gegensatz zum Titel und Klappentext bzw. dem Inhalt.

Handlung

Aysel (ausgesprochen Ah-sel) möchte sterben. Ihr Leben hat für sie keinen Sinn mehr und in ihr ist seit langem der Entschluss gewachsen ihren Selbstmord zu planen und umzusetzen. Täglich geht sie zur Schule, arbeitet in einem Callcenter und surft dort auf der Webseite „Smooth passages“, einer Seite auf der man einen Selbstmordpartner suchen und finden kann. Dort wird sie auf eine Anzeige von FrozenRobot, mit eigentlichem Namen Roman, aufmerksam. Sie verabreden sich, treffen sich und lernen sich immer mehr kennen, während sie ihr gemeinsames Ende planen. Aber währenddessen kommen Aysel Zweifel. Sie freut sich von Treffen zu Treffen immer mehr auf Roman und beginnt wieder Lebensmut zu fassen. Doch Roman ist fest entschlossen den Selbstmord durchzuziehen. Kann Aysel ihn noch umstimmen und ihm überzeugen, dass er es wert ist zu leben?

Mein Herz und andere schwarze Löcher habe ich auf der Leipziger Buchmesse als Rezensionsexemplar bekommen. Es ist mal etwas anderes gewessen, als das, was ich sonst so lese. Und ich habe echt gehofft, dass es mir gefällt. Leider hat das nicht ganz so geklappt, wie ich es mir gewünscht hätte.
Mir fehlte grundsätzlich einfach Spannung und das Faszinierende das Fantasy so ausmacht. Das, was mich trotzdem immer zum Weiterlesen verleitet hat, war am Anfang rauszufinden, warum genau möchte sich Aysel vom Leben verabschieden. Man erfährt zwar ziemlich früh, dass ihr Grund mit ihrem Vater zu tun hat, aber was genau er getan hat bzw. wie, kommt erst richtig in einem Gespräch zwischen Aysel und Roman ans Licht. Und am Ende schwebte dann natürlich die alles entscheidende Frage über meinem Kopf: Wie wird es enden? Werden sie sich beide umbringen? Wird sich einer umbringen? Oder gar keiner?

Charaktere

Aysel ist die Hauptperson und auch diejenige, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Ich weiß nicht, aber ich habe leider bis kurz vor Schluss keinen Draht zu ihr finden können. Vermutlich war es auch gewollt von der Autorin, so kam die Glaubwürdigkeit dessen, dass Aysel nicht mehr viel empfindet, besser hervor. Sie blieb mir bis zum Schluss nur eine sachliche Erzählerin, die mir nicht viele Emotionen entlocken konnte. Wie ich finde enttäuschend, bei so einer Thematik wie Selbstmord.

Gleich verhielt es sich mit Roman. Mit dem einzigen und entscheidenen Unterschied, dass dieser nicht der Erzähler war und ich somit einen noch geringeren Zugang zu dessen Gefühlswelt hatte.

Weiterhin gibt es noch so ein paar mehr oder weniger wichtige Nebenpersonen, unter anderem Mrs Franklin, Romans Mutter, die sich sehr liebenswert und aufopfernd gegenüber ihrem Sohn verhält. Dies hat natürlich auch einen Hintergrund, den ich hier aber nicht erläutern möchte, um euch die Spannung nicht zu nehmen.

Und Aysels Mutter: Aysel und ihre Mutter führen ,gelinde gesagt, eine sehr zurückhaltende Beziehung miteinander seit dem Vorfall mit Aysels Vater. Hier habe ich nicht ganz verstehen können, warum Aysel nicht mal einen Schritt auf ihre Mutter zugegangen ist und sich ausgesprochen hat und umgekehrt genauso. Es wirkte wirklich so, als ob Aysels Mutter sie für die Tat ihres Mannes verantwortlich macht und sie nur das Kind ihres Vaters ist und nicht zu ihr gehört. Durch die Nicht-Kommunikation dieser beiden Figuren ist ein Missverständnis entstanden, was meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen.

Fazit

Leider bin ich mit meinem ersten Contemporary Roman nicht so warm geworden. Die Personen waren mir zu emotionslos und die Spannung, die ich aus Fantasy Romanen kenne, habe ich hier größtenteils echt vermisst. Schade! Dafür, dass ich zum ersten Mal in diesem Genre gelesen habe, war „Mein Herz und andere schwarze Löcher“ aber auch nicht das schlechteste Buch. Ich vergebe 3 Buchbäume!

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Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag
sauerländer fischer
für die Bereitstellung des Buches!

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