[Rezension] Die Auserwählten – im Labyrinth von James Dashner

Autor: James DashnerSeitenanzahl: 496 S.

Verlag: Chicken House

Erscheinungsdatum: März 2011

Sprache: Deutsch

ISBN: 3551520194

Preis: 16,99 €

Originaltitel: The Maze Runner

Band: 1 von 3

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Die komplette Reihe
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Cover

Also ich fand das Cover ja schon von jeher hässlich. Und auch wenn ich das nur ungern zugebe, das äußerliche Erscheinungsbild eines Buches macht für mich schon viel aus. Da aber viele so von dem Werk schwärmen und die Verfilmung mit dem fantastischem Dylan O’Brien (kenne ich schon aus Teen Wolf) in der Tür steht, kam ich jetzt nicht mehr drumherum den Auserwählten eine Chance zu geben.

Handlung

Das Buch steigt dort ein in der Geschichte, wo Thomas, der Hauptprotagonist, in einer Box auf die Lichtung gefahren wird. Er kann sich an nichts aus seinem vorherigen Leben erinnern, alles was er weiß ist sein Name. Auf der Lichtung wird er von einer Gruppe Jungen nicht gerade freundlich in Empfang genommen. Rund um die Lichtung herum liegt ein Labyrinth. Seit zwei Jahren schon versuchen die Lichter, wie sich die Jungs von der Lichtung selbst bezeichnen, aus dem Labyrinth einen Ausgang zu finden. Doch das ist nicht so leicht, denn es gibt im Labyrinth schreckliche todbringende Monster, genannt die Griewer, die den Jungs diese Aufgabe erschweren. Nach der Ankunft von Thomas auf der Lichtung überschlagen sich die Ereignisse und am Ende bleibt den Lichtern nichts anderes übrig als sich den Griewern und den Geheimnissen des Labyrinths zu stellen.
Also um ehrlich zu sein, konnte ich dem Buch nur halb so viel abgewinnen wie manch andere Leser. Ja, die Auserwählten im Labyrinth ist spannend, gar keine Frage, Jedes Kapitel endet mit einem Cliffhänger, der mich immer wieder dazu verleitete noch eine Seite umzuschlagen und noch eine. Ich wollte natürlich endlich das große Geheimnis und den Zweck des Labyrinths wissen.
Und trotzdem konnte es mich nicht so begeistern, wie ich es mir gewünscht hätte. Zum einen lag es einfach an diesen ganzen bescheuerten Wörtern wie „Neppdepp“, „Klonk“,“Frischling“ oder „Gut, das“, die die Lichter mit Vorliebe nutzen. Ich hatte immer das Gefühl ich bin im Kindergarten gelandet. Und dann diese Feindseligkeit und Geheimniskrämerei, die die Lichter gegenüber Thomas und somit in gewisser Weise dem Leser entgegenbringen, ging mir gehörig auf die Nerven. Jedes Mal die gleiche Reaktion, ich wusste immer schon vorher wie das Gespräch zwischen zwei Personen ablaufen wird.

Charaktere

Thomas war mir sympathisch. In gewisser Weise tat er mir oft einfach Leid, so wie die Lichter ihn am Anfang groößtenteils aus allem ausschließen und er fast immer eine genervte Antwort auf seine Vorschläge und Fragen erhält. Wenigstens machte er Vorschläge, die anderen Jungen schienen mir alle sehr eingefahren in ihren Tätigkeiten, stur und nicht risikobereit.

So ging es mir vorallem mit Alby, der Anführer der Lichter. Nach dem er im Laufe der Handlung von einem Griewer gebissen wird und „die Verwandlung“ durchmacht, erst recht. Aber auch Newt, sein zweiter Mann, und Minho, der Anführer der Läufer, die das Labyrinth nach Ausgängen untersuchen, schlugen oftmals in diese Kerbe. Sympathisch ist echt etwas anderes. Sehr amüsiert habe ich mich über die zwei Stelle im Buch, wo Thomas in Gedanken behauptet, Alby und Newt wären seine Freunde. Ich habe gedacht: „Ernsthaft? Wo sie dich bei jedem Gespräch mit dir mindestens einmal genervt anfahren, unterbrechen oder mit den feinen Wörtern „Neppdepp“ oder „Frischling“ beleidigen? Man, von dieser Freundschaft hab ich noch nicht viel mitgekriegt, muss irgendwie an mir vorbeigegangen sein.“

Der Einzige der Lichter, den ich putzig fand und bis auf seine Verschwiegenheit am Anfang echt mochte, war der kleine pummelige Chuck. Er war sowas von der Sympathieträger des gesamten Buches.

Und auch Teresa, die man erst so ab Mitte des Buches kennenlernt und das einzige Mädchen im Labyrinth ist, hat mir gefallen. Sie ist eine starke Persönlichkeit und zeigt den Jungs wo es langgeht.

Schreibstil

Der Schreibstil war in Ordnung. Es kamen einige wiederholte Begrifflichkeiten vor. Doch er konnte zur Spannung beitragen und jedes Ende eines Kapitels schlug wie ein Donnerschlag ein, Cliffhänger sind echt was fieses.

Fazit

Dies war schon das zweite Date mit „Die Auserwählten – im Labyrinth.“ Beim ersten Mal habe ich nur drei Kapitel durchgehalten,mutete mir schon damals die Umgangsweise der einzelnen Charaktere untereinander sehr merkwürdig an. Jetzt beim zweiten Mal habe ich es zwar durchgehalten, aber das was ich damals als störend empfand, hat sich im Gesamtbild nicht gebessert. Ich hoffe, dass mich der Film positiv überrascht und vielleicht besser ist als das Buch. Wenn nicht, wird die Reise der Auserwählten höchstwahrscheinlich ohne mich weitergehen.

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