[Rezension] Die Insel von Manuela Martini

Autor: Manuela Martini

Seitenanzahl: 400 S.

Verlag: Arena Verlag

Erscheinungsdatum: 01.02.2014

Sprache: Deutsch

ISBN: 3401069764

Preis: 16,99 €

Originaltitel: –

Band: 1 von 2

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Die komplette Reihe
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Inhaltsbeschreibung
Der Job auf der Perlenfarm mitten im türkisblauen Pazifik scheint perfekt – bis Hannah eines Tages im Dschungel der Vulkaninsel auf einen verlassenen Bunker stößt. Und dort jene mysteriösen Worte aus dem Tagebuch ihrer leiblichen Mutter entdeckt, die sie bis in ihre Träume verfolgen: Mete bab ou alatranp – Prepare for what is coming!

Cover

Passt zur Geschichte, es lässt mich jetzt nicht gerade Luftsprünge machen, denn es gibt auf jeden Fall noch hübschere Cover. Doch mit „Die Insel“ könnt ihr gewiss sein, es war kein Coverkauf. Trotzdem ist das Cover nicht schlecht, es spiegelt vieles aus der Geschichte wieder.

Handlung

Der eigentliche Kaufgrund war tatsächlich eine Rezension, die mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Es wurde dort als mystisch beschrieben und da kann ich nicht widerstehen. Mystery ist sowas von mein Ding und als es dann auch noch mit der Fernsehserie Lost verglichen wurde, war ich Feuer und Flamme.

Die Eingangssituation der Geschichte ist, dass Hannah und ihre Freundin Nikki sich gemeinsam in Australien mit Aushilfsjobs über Wasser halten und ihre Freizeit dort mit Feiern und Spaß am Leben verbringen. Genau zu dem Zeitpunkt, als sie wieder einmal gekündigt wurden und knapp bei Kasse sind, treffen sie auf Luke. Dieser bietet Ihnen einen Job auf einer Perlenfarm auf einer Insel an.
Die Mädchen sind begeistert und nehmen das Angebot an. Und zu Beginn ist der Job auch ein Traum für sie. Lange Partynächte am Strand, Sonne, Sand, Meer und natürlich Jungs. Dieses Geplänkel am Anfang, dass sich über die ersten 200 S. ereignete, konnte mich noch nicht allzu sehr für die Geschichte begeistern. Doch ab der Mitte des Buches häuften sich die mysteriösen Vorfälle immer mehr. Warum ist es Hannah und den anderen verboten in den Dschungel zu gehen? Warum benehmen sich die Betreuer der Perlenfarm so komisch? Was haben sie zu verbergen? Und was sind das für Geräusche, die da nachts aus dem Urwald klingen? Hannah erfährt dies noch früh genug. Und die Antworten sind ein einziger Alptraum für sie.

Ich konnte es nach dem etwas langweiligen Einstieg nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte mit Hannah unbedingt das Geheimnis dieser Insel lösen. Was geschieht dort? Und warum geschieht es? Doch die Wahrheit war nicht angenehm. Ich erlebte den Alptraum mit Hannah mit und so wie die Insel sie nicht losließ und sie immer wieder zu sich rief, konnte auch ich meine Finger nicht von dem Buch lassen.

Und das ist bei mir ein eindeutiges Zeichen für ein gutes Buch. Ich bin gespannt, ob Manuela Martini mit der Fortsetzung den ersten Teil noch toppen kann. Das Ende des ersten ist schon sehr fies. Macht euch auf einen kleinen Cliffhanger gefasst.

Ein kleiner Wehrmutstropfen war die Liebesgeschichte. Hannah und die Männer war mir nix. So schnell wie die sich verguckt, das war unerträglich. Es hat mich  stark an Meeresflüstern von Patricia Schröder erinnert. Die Hauptprotagonistin hat auch für mich aus unerfindlichen Gründen in einer Rekordzeit Gefühle für einen Mann entwickeln können. Entschuldigung, aber sowas finde ich unangenehm zu lesen. Es ist auch einfach unrealistisch.

Gott sei Dank nimmt die Liebesgeschichte nur einen kleinen für mich recht unbedeutenden Platz ein und ich kann demnächst beruhigt zum zweiten Teil greifen, der jetzt bald erscheint.

Charaktere

Auch wenn die Handlung aus Hannahs Sicht geschildert wird und man ihre Beweggründe für alles live miterleben konnte, ist sie mir nicht sympathisch gewessen. Es war jetzt auch nicht so, dass ich eine Abneigung gegen sie entwickelt hätte, jetzt mal abgesehen von ihren Männergeschichten, aber auch hier habe ich sie einfach nur nicht verstanden. Ich habe eine neutrale Haltung zu ihr gehabt.

Das gleiche gilt für alle anderen Charaktere. Nikki, die Partyqueen und die immer auf Männerfang ist, wäre wahrscheinlich nicht meine Freundin. Sie wirkte mir oft zu skrupellos. Trotzdem hat sie mich überrascht, dass sie so treu zu Hannah hält. Etwas was ich ihr nicht zugetraut hätte. Alle, die das Buch schon gelesen haben, werden hier vielleicht jetzt widersprechen. Aber das am Ende war ein Ausnahmezustand von Nikki, das zählt nicht, ich rede vom Anfang, wo sie beim vollem Bewusstsein ist.

Aiden, Hannahs Love Interest, konnte ich von Anfang an nicht leiden. Er kam mir komisch vor und war mir superunsympathisch. Und am Ende wusste ich dann auch, wieso.

Es gab einige Nebencharaktere, die mir sympathisch waren. Ganz vorne weg ist da Summer, denn sie ist einer meiner Meinung nach sehr wichtige Figur für Hannah und behält im Gegensatz zu anderen einen gewissen Durchblick. Ähnlich verhielt es sich mit Judith, fast schon ein Pendant zu Summer, jedoch hatte ich in einer Szene durchaus Zweifel an ihr, die sie dann doch wieder erfolgreich ausgeräumt hat.

Schreibstil

Der Schreibstil ist einfach gehalten. Besonders hervorzuheben ist, dass die Autorin sich öfters mal der Methode bedient ein „hat der und der gesagt zu dem und dem“ einzuschieben.

Fazit

Die Mysteryelemente haben mich in den Bann ziehen können, auch wenn es sich am Ende doch alles mit Logik aufklärt, möchte ich unbedingt wissen, was Hannah noch so alles erlebt. Ich bin gespannt, ob sie wieder auf der Insel landet und was ich im Dschungel noch so alles mit ihr entdecken werde. 4 Buchbäume für den Auftaktband dieser Duologie!

BuchbaumBuchbaumBuchbaumBuchbaum

 

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